12. Präsenztag, 3. März 2009
Nachbearbeitung der Übung “Beobachten ohne zu bewerten”, Beratungskonzepte: systemische Umformung der Sprache, Reframings, Wertschätzung, Auftrags- und Zielfragen.
Die Einstimmung kam heute von Corina und umfasste eine Reihe von Knobelaufgaben, die viele Studierende (inklusive mir) vor größere Probleme stellte…

Zur Nachbereitung der Exkursion am Freitag zum Center for Young Professionals in Banking teilte Max uns Auftragsbögen aus, die bis zum Dienstag, den 17. März bearbeitet werden sollen, da an diesem Tag keine Präsenzveranstaltung stattfindet. Die Auftragsbögen wurden bereits gestern von Max per Email verschickt. Nach den organisatorischen Belangen wurde das Thema Exkursion fürs Erste abgeschlossen.

Anschließend wurde eine eine Anknüpfung an die Leseaufträge auf diese Präsenzveranstaltung (Jürgen Hardens: “Fragen über Fragen”) und die Übung von vorletzter Woche, bei der es um Ziele und Zielorientierungen in Coaching Gesprächen ging.
Diese Art der Wiederholung des Gelernten – Formulierung von Fragen und deren schriftliche Beantwortung – könnte von uns auch im Unterricht angewendet werden hier muss allerdings darauf geachtet werden, dass weder eine Pseudo – Prüfungssituation erzeugt wird, aber auch keine demotivierende Atmosphäre erzeugt wird, indem darauf hingewiesen wird, dass dies “keine Prüfungssituation” ist. Für den Lehrenden oder den Coach kann eine solche Vorgehensweise mit der Formulierung von Fragen allerdings die Chance einer Überprüfung des Verständnisses des Gelernten bieten – besser als ein Lückentext oder einfach zu fragen “Haben Sie alles verstanden?”.
Als Nächstes gingen wir auf die Übung ein, bei der Beobachtungen von Interpretationen oder gar Bewertungen getrennt werden. Interessant ist es auch, hier auf die Metaebene dieser Übung zu gehen: Das Erkennen und Zuordnen von Beobachtungen und Bewertungen ist ja eigentlich auch schon subjektiv und somit eine Bewertung… Die Zuordnung ist jedenfalls fließend und damit schwierig. Eine Bewertung ist ja nicht per se negativ, sondern man sollte sich nur des Bewertens bewusst sein und Bewertungen klar von Beobachtungen abgrenzen, allerdings ist auch bei Tatsachenbeobachtungen ein Reframing möglich.

Nach der Mittagspause ging es wieder medias in res: Reframing in Sprachmustern wollte beleuchtet werden. Ebenso auch den sinnvollen Gebrauch von Sprachmustern im Coachinggespräch. Identitätserhaltende, statische Formulierung sind hier ebenso kritisch zu sehen, wie negative Formulierung, da diese die Dynamik im Coaching Prozess behindern können. Nicht starre Zustandsbeschreibungen und Zustandszuschreibungen sind im Coachinggespräch gefragt, sondern Verhaltensbeschreibungen. So kann auch ein Umdenken weg von der so oft gebrauchten Substantivierung, hin zu dynamischen Verben hilfreich sein. Auch auf der konkreten Wortebene ist die Verwendung von systemischen, ressourcenorientierten Ausdrücken zu achten.
Diese Coaching – Tools kamen anschließend in einem Rollenspiel zum Einsatz: Zwei Personen (Coach und Coachee) saßen sich gegenüber und führten ein Coachinggespräch, welches immer wieder von Fragen nach den Ausführungen des Coachees, Ressourcenfragen und Fragen nach der weiteren Handlung des Coaches unterbrochen wurde.
Dieses Spiel wurde dann modifiziert und nach dem Schema des “Guten Gewissens” nach einer Idee von Jürgen Hargens noch einmal in 3er Gruppen durchgeführt.
In der nächsten PV sollten diese Ideen dann wieder aufgegriffen werden.
So long!
[...] am 3. März 2009 By paulemeyer Heute blogge ich bereits im BP Blog und möchte deshalb nur ganz kurz auf einen interessanten und humoristischen Blogeintrag zum Thema [...]