Kurzer Bericht unseres Besuchs im KBZ in Zug

Meine Eindrücke vom Besuch im Kaufmännischen Bildungszentrum in Zug

So wie das Portal des KBZ ,  so wirkte die ganze Schule auf mich: Klar übersichtlich, kundenorientiert,  für SchülerInnen und BesucherInnen. Wir erhielten von Frau Fuchs eine Einführung in die Schule, genau wie sie meinen Vorstellungen entsprach. Wir konnten  die Fragen stellen, die uns interessierten und erhielten Antworten auf alle Fragen. Meine Eindrücke über Architektur und Unterrichtsgestaltung waren zusammengefasst: Alle Übergänge von Konzentration zu Kommunikation, die man sich für ein optimales Unterrichten und Lernen vorstellen kann, sind hier auf gelungene Weise ermöglicht.

so sieht es im Flur aus:ZUGIMG_4294

Die Architektur

Die Klassenzimmer sind konsequent auf einer Seite angelegt, davor sind breite Korridore, die noch einmal so viel Raum bieten wie in den Klassenzimmern selbst vorhanden ist. Es gibt eine optische und gleichzeitig praktische Abtrennung durch eine Regalwand, die etwa brusthoch ist. Darin können Sachen abgestellt werden. Im Raum vor den Klassenzimmern sind Computerarbeitsplätze eingerichtet und der Platz kann flexibel genutzt werden für Arbeitsgruppen. Es bestehen zudem Räume, die für Arbeitsgruppen freigehalten sind. Die ganze Anlage wirkt offen, grosszügig und klar. Ich wünsche mir, dass solche gelungenen Schulprojekte vor Bau von neuen Schulanlagen von Architekten und auch den Schulplanern selbst besucht werden sollten.

Die Lernlandschaften

Die Lernlandschaften, ( ausgedruckte Versionen, der Online-Dateien, die ständig für Ueberarbeitungen offenstehen) in die wir reinschauen konnten, ermöglichen ein hohes Mass an strukturierter inhaltlicher Planung, bietet durch die Meilensteinprüfungen Quervergleiche zwischen einzelnen Klassen mit unterschiedlichen Lehrkräften und gewährleistet dadurch gleichzeitig ein hohes Mass an fairem Beurteilen. Diese Und offenbar besteht trotzdem genügend Freiraum für Lehrkräfte, den Rahmen zu verlassen und in grösseren Zeiteinheiten zu arbeiten als dies in den Lernlandschaften vorgesehen ist. Hier fiel auf, dass viele der vorgesehenen Sequenzen in Form von 10-20 Minuten-Einheiten vorgesehen sind. Da aber der Umgang damit jeder Lehkraft flexibel möglich ist, stört das offenbar nicht.

Schulentwicklung

Wie uns Frau Fuchs berichtete, ist etwa ein Drittel ihres Pensums für Schulentwicklung vorgesehen. Sie betonte, dass eine andere Person die Stundenpläne macht, so dass hier keine Denkblockaden organisatorischer Art die Schulentwicklungsgedanken stören. Das sieht sie als grossen Vorteil, was nachvollziehbar ist. Die Entwicklung an dieser Schule läuft nun schon seit vielen Jahren ( ich glaube, es waren 10) In dieser Zeit hat eine intensive Arbeit mit dem Kollegium stattgefunden, das immerhin inzwischen aus 100 MitarbeiterInnen besteht.

Mein Fazit:die Vision an den Anfang

Im nächsten BP-Modul diesen Besuch unbedingt( sorry, wenn hier die Begeisterung mit mir durchgeht) im ersten Monat machen und dazu eine Schule besuchen, in der traditionell unterrichtet wird. Dann wird klar, welche Qualifikationen es für solche Unterrichtsformen braucht und jeder kann sich seine Lernziele formulieren. Dann sind die Einzelleistungen im Kontext verständlich (Kompetenzwürfel, social skills, Selbstlernjobs usw.)

Zum Schluss die schöne Überraschung

Wie die genau ausgesehen hat, verrate ich natürlich nicht, damit die nächsten BP-lerInnen den gleichen Ueberraschungseffekt geniessen dürfen. Nur soviel: Hat was mit genussvollem Ueberblick zu tun.

Prost Max! Auf dich und das nächste BP-Modul!

BPSCHLUSSIMG_4298

1 Kommentar bisher

  1. zisel63 on

    Hallo unbekannter Blogger oder Bloggerin,
    gerade wollte ich mich an einen Bericht unserer Zuger Exkursion machen und stelle fest, dass dieser schon drin steht. Wunderbar! Auch mich hat die Offenheit und Großzügigkeit beeindruckt, die uns umfassende Einblicke erlaubt hat. Die Lernumgebung strahlt für mich eine große Wertschätzung gegenüber den Lernenden aus. Habe leider versäumt Lernende der Schule zu fragen, ob sie das auch so wahrnehmen.
    Beeindruckt hat mich auch, dass die Lernlandschaft in elektronischer Form vom Kollegium gemeinsam aufgebaut wird und alle Kollegen Einblick nehmen bzw. darauf zurückgreifen können. Das und die projektbezogene Bildung von Arbeitsgruppen im Rahmen von Schulentwicklung sehe ich als gelungene Beispiele, als Lehrperson aus der Rolle des einsamen Bildungsunternehmers herauszukommen und zu vernetztem Lehren und Lernen überzugehen.
    Merci für die Exkursion. Gruß Christel


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